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Symptome:
Obwohl die Läuseweibchen so viele Eier legen, weisen Patienten meist nur
wenige lebende Läuse auf, meist unter 10.
Ein frischer Befall wird daher leicht übersehen.
Damit das Blut beim Saugen nicht gerinnt, gibt die Laus in die Stichwunden Speichel ab. Dieser
enthält auch ein Lokalanästhetikum, so dass man die Stiche nicht spürt.
Dieser Speichel enthält Allergene. Daher kann es nach Sensibilisierung zu
einem intensiven Juckreiz kommen.
Die Allergisierung dauert allerdings mehrere Wochen, so dass Symptome
bei Erstbefall erst nach 4-6 Wochen auftreten. Bei erneutem Befall treten die Symptome bereits
nach 24-48 Stunden auf. Allerdings entwickelt nicht jeder Symptome. Es gibt auch sogenannte
symptomfreie Träger.
In der Regel wird der Befall erst nach einigen Wochen bemerkt.
Bei genauem Hinsehen kann man die kleinen Stichstellen der Läuse in der
Kopfhaut erkennen. Es sind kleine, rote, nicht entzündliche Punkte in der Kopfhaut.
Durch die allergische Reaktion auf den Läusespeichel entwickeln sich 2-3 mm große, hochrote,
stark juckende Papeln.
Das erste Symptom ist meist ein andauernder, unangenehmer Juckreiz.
Der Juckreiz führt dazu, dass die Kinder sich kratzen, was wiederum
Kratzwunden zur Folge hat, bevorzugt hinter den Ohren, am Hinterkopf und im Nacken. Diese
Kratzwunden sind eine Eintrittspforte für Bakterien.
So kann es zu eitrigen Hautausschlägen kommen.
Bestehen bakterielle Superinfektionen über längere Zeit, kommt es zu
tastbaren regionalen Lymphknotenvergrößerungen, selten auch zu Blutbildveränderungen.
In der Nacht kommt es zu verstärktem Juckreiz. Läuse lieben die Dunkelheit, sind lichtscheu und
nehmen vorwiegend in der Nacht ihre Blutmahlzeiten.
Dadurch kann es zu Schlafstörungen kommen, die eventuell Aufmerksamkeitsdefizite
in der Schule zur Folge haben.
Außerdem können Verunreinigungen beim Einstechen des Rüssels injiziert
werden, oder auch Läusekot eingekratzt werden. Permanentes Kratzen und Scheuern kann zum Bild
eines chronischen Ekzems ("Läuseekzem") führen. Impetignöse Kratzläsionen sind in
Entwicklungsländern sehr häufig, bei uns eher selten. Kratzläsionen stellen nicht nur ein Risiko
für bakterielle Sekundärinfektionen dar. Sie schädigen darüber hinaus die Barrierefunktion der Haut,
wodurch Präparate gegen Läusrbefall sowie Wasch- bzw. Pflegemittel schlechter vertragen
werden. Außerdem können über die geschädigte Haut Wirkstoffe besser eindringen
und eventuell Vergiftungserscheinungen auslösen.
Bei hohem Läusebefall verfilzen die Haare durch die zahlreichen Nissen, Hautsekrete
und Eiter zu einem übel riechenden Zopf
Das sieht man bei vernachlässigten Kindern in Entwicklungsländern.
Psychosoziale Folgen: Eltern berichten regelmäßig, dass Kinder mit Kopfläusen
geärgert werden und sich ausgegrenzt fühlen.
Die Präsenz von Läusen auf dem Kopf eines Kindes wird mit
mangelnder Hygiene gleichgesetzt und als Indikator von Verwahrlosung angesehen. Psychische Symptome sind besonders bei Kindern mit häufig erneut auftretendem Kopflausbefall zu erwarten. Mütter reagieren mit Panik bis Hysterie auf den Kopflausbefall ihrer Kinder.
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