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  Therapie des Kopflausbefalls: 1. Nasses Auskämmen  
     
 

Was muss man tun, wenn Läuse gefunden werden?

Eine mechanische Therapie ist das nasse Auskämmen mit Haarpflegespülung und Läusekamm.

 

 
Dieses Auskämmen an den Tagen 1, 5, 9 und 13 führte bei 57% der behandelten Kinder zur Entlausung. Nasses Auskämmen ist also nicht nur zur Diagnosestellung geeignet, sondern dient auch als Therapie. Während die erste Sitzung die Entfernung erwachsener Läuse zum Ziel hat, sollen die folgenden dazu dienen, nachgeschlüpfte Larven zu entfernen. Am Tag 17 sollte der Behandlungserfolg nochmals überprüft werden.
Man sollte die Haare möglichst nah am Griff des Kamms durchziehen, so bleiben Nissen am besten hängen. Der Kamm muss zwischendurch mehrmals mit Haushaltspapier gereinigt oder unter fließendem Wasser abgespült werden.
Bereits gekämmte Haare müssen getrennt werden, z.B. mit einer Haarspange.
Nach jedem Gebrauch sollte man den Kamm mit einer Bürste unter fließendem Wasser reinigen und für 10 Min in ca. 60°C heißes Wasser legen.
Man kämmt jede Strähne so lange, bis am Kamm keine Nissen mehr haften. Bei besonders dickem und dichtem Haar sollte man immer nur dünne Haarsträhnen nehmen.
Das Verfahren ist zeitaufwändig und verlangt Ausdauer und Geduld der Patienten und auch der Eltern. Die Methode ist aber zuverlässig, nebenwirkungsfrei und ruft keine Resistenzen hervor, vorausgesetzt, sie wird systematisch durchgeführt und man benutzt einen qualitativ hochwertigen Läusekamm.
Will man ausschließlich mechanisch behandeln, so muss das Auskämmen über einen Zeitraum von vier Wochen 2-mal pro Woche erfolgen bzw. so lang, bis zwei Wochen keine Läuse mehr gefunden werden.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist ein Nissenkamm mit stabilen, exakt parallel geführten Zinken im Abstand von höchstens 0,2 mm, vorzugsweise aus Metall.

 

Auskämmhilfen:

verbessern die Kämmbarkeit des Haare, ohne dass das Klebesekret der Nissen aufgelöst wird.
Verdünnte Säuren ziehen die Haare zusammen. Sie werden also dünner. Man verwendet warmes Essigwasser. Dazu wird 1 Teil Speiseessig mit 2 Teilen Wasser gemischt. Das Essigwasser muss mindestens 10 Min. einwirken.
Man kann auch verdünnte Laugen nehmen, wodurch die Haare quellen.
(10-15 g Natron/l Wasser)

 

Literatur

  1. Das Robert Koch-Institut (RKI)
  2. Institut für Parasitologie des Universitäts Klinikums Bonn
  3. Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Charité Universitätsmedizin Berlin

Datum der erstmaligen Einstellung: 24.05.2008

 
 
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